16. Blau oder Grün, was Regulierungen angeht?

16. Blau oder Grün, was Regulierungen angeht? (Deutsche Zusammenfassung von “Blue or Green on Regulation?” von E. Yudkowsky)

Ich habe in den letzten Artikeln immer von den schlimmen Folgen gesprochen, die durch das Aufheben oder Lockern von Regulierungen entstehen. Da Politik den Verstand lahmlegt, glaubt natürlich jeder gleich, dass ich auf der Pro-Regulierungsseite stehe, da es nach allgemeinem Verständnis in jeder politischen Angelegenheit nur zwei Seiten geben kann.

Eigentlich sollte ich das nicht tun müssen, aber ich sage es hier: “Ich bin nicht für Regulierung”. Die FDA verhindert ungefähr 5.000 Tote im Jahr, aber verursacht ungefähr 20.000 – 120.000 Tote, durch das Verzögern neuer Medikamente. Die FDA unterliegt katastrophalen Anreizen, da jede Behörde nur davon profitieren kann möglichst viel zu verbieten, denn die Überschrift in der NYT wird gewiss nicht “Ausbleibende Effekte nicht zugelassener Medikamente toten Tausende” lauten. Nein, die einzige negative PR wäre, wenn die FDA ein Medikament zulässt, das zu spektakulären Todesfällen führt. (Es wäre sogar negative PR, wenn das Medikament im Stillen tausende von Patienten heilt.)

Außerdem, hier kommt Robin Hanson in Spiel, kann man durch das Verbieten von Medikamenten schön zeigen (signalisieren, engl: signaling), was für ein altruistischer und besorgter Mensch man doch ist.

Bin ich nun Blau oder Grün, was Regulationen angeht? Weder noch. Manchmal helfen sie, manchmal nicht.

 

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