57. Belief as Attire

57. Belief as Attire

In den vorherigen Posts haben wir mehrere Arten von “Ansichten” besprochen. Antizipationen-Kontrollierer, Glauben an Glauben, und Glauben als “Zujubeln”. Nur die erste Art kann wohl rational sein.
Doch es gibt eine weitere Art, und zwar Glauben als “Fashion”.

Hanson hat beobachtet, dass viele Leute der Mode ihrer Subkultur folgen, und dies wohl nicht aus rein ästhetischen Gründen, sondern weil sie signalisieren wollen, dass sie dazu gehören. Genauso wie Priester mit ihrer Kutte ihre Loyalität zur Kirche signalisieren, kann man also mit seinen Ansichten seine Loyalität zu seiner Ideologie signalisieren.

Wenn man z.B. behauptet, die Erblichkeit von Intelligenz gemessen an IQ ist 70%, hat man offensichtlich recht, und jeder der mehr als 10 Stunden Forschung in diesem Thema betrieben hat, weiß das. Aber man signalisiert auch automatisch, dass man ein reaktionärer Nazi ist (jedenfalls in den Augen der meisten Leute), und so behaupten natürlich alle dass IQ überhaupt nicht erblich ist. (Oh, hehe, das ist nur ein Beispiel. Natürlich ist IQ nicht erblich und alle Menschen sind gleich und super-toll und so.) Wenn man also zu den Guten gehören will, muss man aufpassen, was man sagt!

Achte auf saubere Kleidung sowie auf saubere Ansichten! Und nimm dich in Acht, denn die Mode kommt und geht.

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