284. Mind Projection Fallacy; 285. Probability is in the Mind

284. Mind Projection Fallacy

Das Projizieren von Eigenschaften unseres eigenen Geistes in die äußere Welt wird von E.T. Jaynes als “Fehlschluss der Projektion des Geistes” (ach ja? übersetze es doch besser!) bezeichnet.

Er tritt z.B. auf, wenn Leute denken, dass Attraktivität eine inhärente Eigenschaft eines Objekts ist. Doch Schönheit liegt natürlich immer im Auge des Betrachters. Es stimmt zwar, dass beispielsweise manche Frauen (Kristen Stewart, ähem) von den meisten Männern als sehr attraktiv wahrgenommen werden, aber Katzen, Guerillas oder Aliens finden sie nicht besonders heiß.

Der “Fehlschluss der Projektion des Geistes” tritt ebenfalls in der Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie auf, nämlich im Frequentismus.

285. Probability is in the Mind

Wie bereits oben erwähnt:

Wahrscheinlichkeit ist eine Eigenschaft des Verstandes, keine der Außenwelt.

Wahrscheinlichkeiten stellen Zustände von teilweiser Information dar.

Jemand wirft eine Münze. Du weißt, dass sie getürkt ist. Was ist also die Wahrscheinlichkeit, dass die Münze Zahl zeigt?

Die Bayesianer sagen: 50%, da ich nicht weiß, in welche Richtung die Münze getürkt ist.

Die Frequentisten sagen: Nein, Wahrscheinlichkeit ist eine der Münze inhärente Eigenschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Münze Zahl zeigt, entspricht der relativen Häufigkeit, mit der sie in einer langen Serie von Würfen Zahl zeigt. Da wir wissen, dass die Münze getürkt ist, kann die Wahrscheinlichkeit alles sein, außer 0,5.

Seufz, Frequentisten sind so verwirrt. Mit Frequentisten zu argumentieren ist ähnlich angenehm wie mit religiösen Fundamentalisten zu streiten. Ihr Verstand ist einfach vollkommen zerbröselt. Ich versuche es trotzdem.

Es macht keinen Sinn zu sagen, die Wahrscheinlichkeit sei eine der Münze inhärente Eigenschaft. Die Münze zeigt entweder Zahl oder Kopf, basta. Wie erklären Frequentisten dieses Ergebnis? Veränderst sich die Münze auf einmal, wenn man sie anschaut (Denn Frequentisten glauben ja, dass die Wahrscheinlichkeit eine der Münze inhärente Eigenschaft ist). Viel besser können dies Bayesianer erklären:

Die Wahrscheinlichkeit spiegelt doch nur deine partielle Ignoranz wieder. Wenn du keinerlei Informationen bezüglich der Münze hast, musst du dem Ergebnis Zahl eben 0,5 zuweisen. Wenn du mehr darüber lernst, dann ändert sich diese Wahrscheinlichkeit eben (bis auf fast 1 oder fast 0, es könnte ja immer sein, dass du halluzinierst).

Angenommen, eine superintelligente Maschine kann mit 90% Treffsicherheit vorhersagen, wie die Münze landet. Du kannst es nicht. Die Münze zeigt in etwa gleichhäufig Kopf oder Zahl. Hat die Wahrscheinlichkeit der Münze jetzt 50% oder 90%, dass sie eine gewisse Seite zeigt? Merkt ihr Frequentisten nicht, dass das alles überhaupt keinen Sinn ergibt?! What ist wrong with you people?!

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